PKV-Beitragsanpassungen höher als erwartet?

Eine Beitragssteigerung, wie die PKV-Welt sie offenbar noch nie erlebt hat, erschüttert derzeit die Privatpatienten. Nach den Medien-Prognosen über eine Beitragserhöhung von 11% bis 12% sind die tatsächlichen Preissteigerungen im Einzelfall wesentlich höher ausgefallen.

Bereits im September 2016 haben die Medien eine Beitragserhöhung in der PKV von durchschnittlich 11% bis 12% vorausgesagt. Das entspricht in vielen Fällen einem monatlichen Plus von 50 bis 80 Euro. Auf diese Weise haben die Versicherer frühzeitig Informationen lanciert, um den Schock zum Jahresturnus durch diese Vorwegnahme abzumildern.

Im Dezember war es nun soweit. Die von den Prämiensteigerungen betroffenen Versicherten berichten teilweise sogar von einem Beitragsplus von bis zu 20% oder 30% monatlich. Somit übertrifft die Realität alle Prognosen, und die aktuelle Anpassungsrunde gilt als die teuerste seit Langem. Wie hoch die Beitragsanpassungen beim Branchenriesen DKV in diesem Jahr ausfallen, wird spätestens im April bekannt. In den Medien wird über eine Beitragserhöhung von bis zu 30% gemutmaßt.

Die offizielle Angabe von 11% ist lediglich ein Durchschnittswert, denn die PKV-Tarife werden immer individuell kalkuliert. Einflussfaktoren sind unter anderem Alter, Vorerkrankungen, Selbstbehalte und Ausschlüsse. Mit einer solchen Preissteigerung reagieren die Krankenversicherer auf aktuelle soziale, politische und wirtschaftliche Entwicklungen wie die erhöhten medizinischen Kosten, die gestiegene Lebenserwartung sowie den gesunkenen Rechnungszins. Für durch derart hohe Neukalkulationen überrumpelte Kunden ist diese Erklärung jedoch ein schwacher Trost.

Die Prämiensprünge treffen vor allem ältere Privatpatienten ab 50 Jahren hart, deren Monatsbeitrag oft jetzt schon bei 600 bis 800 Euro liegt. Die üblichen Beitragssteigerungen von vier bis fünf Prozent pro Jahr nehmen viele Versicherte noch hin. Die anstehenden Aufpreise sind jedoch erheblich schmerzhafter und lösen die bange Frage aus: Was, wenn das so weitergeht? Die Antwort lautet: Beweglich bleiben. Denn die PKV-Tariflandschaft bietet vor allem für ältere Versicherte viele Tarifalternativen mit gleichwertigen Leistungen und niedrigeren Beiträgen. Sollte sich der einzelne Kunde im komplexen Tarifwerk seines Anbieters nicht zurechtfinden, kann er sich von erfahrenen Tarifwechsel-Experten durch den Tarifdschungel lotsen lassen. Außerdem haben die Versicherer in den letzten Jahren auf die Bewegung innerhalb ihres Tarifsystems mit einer Optimierung ihres Wechselservices reagiert, sodass ein Tarifwechsel-Antrag wesentlich schneller und sorgfältiger bearbeitet wird.

Hier können Sie testen, ob Ihr PKV-Versicherer auch für Sie günstigere Tarife bereithält.

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2 thoughts on “PKV-Beitragsanpassungen höher als erwartet?

  1. Es ist eine Frechheit in jungen jahren einen Ködern mit niedrigen Beiträgen und im Alter zuschlagen ,das kaum noch was von der Rente Übrig bleibt.Und das wechselverbot zur AOK ist die Zwangskette.

  2. Ich habe heute meinen Beitragsbescheid von der DKV bekommen und war sehr überrascht.
    Positiv.
    12€ mehr im Monat, das entspricht 1,6%(m,47).

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