Vorsorge ist leider nicht weiblich – das muss sich ändern.

Für viele Frauen in Deutschland ist die Altersvorsorge kein oder lediglich ein unbedeutendes Thema. Zu diesem ernüchternden Ergebnis kommt die R+V Versicherung in einer repräsentativen Umfrage. Demnach fehlt jeder dritten Frau in der Altersgruppe der 18- bis 65-jährigen eine eigene private Absicherung.

Ein fataler Fehler, denn je später sie mit der Vorsorge einsetzen, desto geringer fällt der Ertrag später für sie aus. Und jede Frau sollte sich Gedanken darüber machen, dass sie bei der gesetzlichen Rente noch immer benachteiligt ist: Gegenüber den Männern mit durchschnittlich 1000 Euro, erhält sie lediglich 570 Euro – beinah die Hälfte. Eltern- oder Pflegezeit sind eben nach wie vor Frauensache und daher Grund für diese Differenz. Frauen sind mit 26 Jahren nicht nur deutlich weniger lange berufstätig als Männer (40 Jahre), sie sind dies auch leider oftmals in schlecht bezahlten Berufen oder Mini-Jobs.

Um einer Altersarmut zu entgehen, reichen jedoch dank dem Zinseffekt sogar kleinere Beiträge für eine Vorsorge aus. Mit der Riester-Rente z.B. lässt sich vom staatlichen Zuschuss von 154 Euro pro Jahr profitieren, der eigene Monatsanteil beläuft sich dabei auf gerade mal 5 Euro. Interessant für Mütter ist zudem der jährliche Zuschuss von 185 bis 300 Euro pro Kind.
Über eine fontsgebundene Rentenversicherung etwa kann man von langfristigen Entwicklungen am Kapitalmarkt profitieren. Wer sich an dergleichen nicht herantraut, kann auch auf ein konservatives Modell wie die Betriebsrente oder eine Lebensversicherung zurückgreifen. Auch eine „normale“ Rentenversicherung kann individuell auf die persönlichen Bedürfnisse zugeschnitten und oftmals auch z. B. mit einer Pflegeversicherung kombiniert werden.

Ratsam ist bei der Altersvorsorge, immer die persönliche Situation zu beleuchten und die eigenen Bedürfnisse zu bewerten. Selbständige Unternehmerinnen etwa haben ganz andere Anforderungen als Frauen im Angestelltenverhältnis. Wir empfehlen daher, bei Unsicherheiten oder fehlendem Hintergrundwissen einen Versicherungsexperten zu Rate zu ziehen. So lässt sich sowohl eine Unter- als auch eine Überversicherung vermeiden, bei der man viel zu hohe Beiträge für Leistungen bezahlt, die man am Ende gar nicht benötigt.

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