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Wie wirkt sich die Absenkung des Rechnungszinses auf meine Alterungsrückstellungen aus?

Seit der Einführung der Unisex-Tarife am 21. Dezember 2012 herrscht Unruhe sowohl bei Neukunden als auch bei Bestandskunden der privaten Krankenversicherung. Der Grund dafür sind erheblich höhere Prämien, die aus der Absenkung des Rechnungszinses resultieren.

Was ist überhaupt der Rechnungszins?

Private Versicherungen bilden über die gesamte Versicherungszeit hinweg aus einem Teil der Monatsbeiträge jedes Versicherten sogenannte Alterungsrückstellungen (auch Altersrückstellungen genannt). Diese werden am Kapitalmarkt angelegt und verzinst. Das dadurch erwirtschaftete Geld soll zur Verringerung des Beitrags im Alter eingesetzt werden. Die Höhe des Rechnungszinses ist in der Kalkulationsverordnung KalV geregelt. So besagt § 4 der KalV, dass „der Rechnungszins für die Prämienberechnung und die Berechnung der Alterungsrückstellung 3,5 vom Hundert nicht übersteigen darf.“ Die Begrenzung hat wettbewerbliche Gründe und soll vermeiden, dass Versicherungen mehr als 3,5 Prozent Zins an Einnahmen einkalkulieren und dadurch günstigere Tarife anbieten.

Und was hat es mit dem Überzins auf sich?

Erwirtschaftet eine Versicherungsgesellschaft Zinserträge über den garantierten Zins von 3,5 Prozent, so stehen diese Privatpatienten zu mindestens 90 Prozent zu und werden den Alterungsrückstellungen gutgeschrieben. Dieser sogenannte „Überzins“ beeinflusst somit die Höhe der Prämie. Private Versicherungen, die viel Überzins erwirtschaften, können ihren Kunden günstige Tarifbeiträge anbieten. Wird jedoch der Rechnungszins gesenkt, steigen die Prämien und der Überzins sinkt, was sich negativ auf die Alterungsrückstellungen auswirkt.

Welche Folgen hat die Absenkung des Rechnungszinses?

Wegen der niedrigen Kapitalmarktzinsen haben einige private Versicherungen auf Empfehlung der Deutschen Aktuarvereinigung DAV beschlossen, den Rechnungszins bei den neu zu kalkulierenden Unisex-Tarifen von 3,5 Prozent auf 2,75 Prozent oder sogar auf 2,5 Prozent zu senken. Diese Senkung des Rechnungszinses führt zur Steigerung der Beiträge von sogar bis zu 6 Prozent, damit die gleiche Alterungsrückstellung erreicht werden kann. Von dieser Maßnahme sind nicht nur Neu-, sondern auch Bestandskunden betroffen, denn langfristig müssen auch sie mit höheren Beiträgen rechnen. Diese Entwicklung auf dem Markt der PKV kann aufgrund ihrer Aktualität noch nicht eindeutig bewertet werden. Doch die Regierung hält Absenkung des Rechnungszinses für notwendig. Der parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium der Finanzen, Hartmut Koschyk, betonte, dass „die Umstellung auf eine Unisex-Kalkulation mit entsprechend neu zu kalkulierenden Tarifen (...) eine gute Möglichkeit bietet, den Rechnungszins im Neugeschäft anzupassen.“

DGFP - Deutsche Gesellschaft für Privatpatienten mbH – Der richtige Ansprechpartner für Privatpatienten mit zu hohen Prämien

Privatversicherte, die mit der Höhe ihrer Tarifbeiträge unzufrieden sind, sind gut beraten, sich an die DGFP - Deutsche Gesellschaft für Privatpatienten mbH - zu wenden. Die von den wirtschaftlichen Interessen der Versicherer unabhängigen Versicherungsmakler im Bereich der privaten Krankenversicherung helfen Ihnen beim Tarifwechsel innerhalb Ihrer Gesellschaft.

Haben Sie noch Fragen? Dann bieten wir Ihnen gern folgende Möglichketen:

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