PKV Beitragsanpassung: Was tun, wenn die Beiträge steigen?

Nachdem bereits zum Jahreswechsel 2013/14 viele Versicherer die Beiträge zur privaten Krankenversicherung für viele Kunden erneut angepasst haben, haben nun neben dem Branchenriesen DKV auch die Continentale, die Union Krankenversicherung, die Hallesche Krankenversicherung sowie die Bayerische Beamtenkrankenkasse zum 2. Quartal 2014 Beitragsanpassungen angekündigt. Vermutlich werden in den nächsten Wochen noch einige folgen.

Für viele Privatpatienten bedeuten Beitragsanpassungen eine Erhöhung der Beiträge.
Zwar sind auch Beitragssenkungen- und Garantien möglich. Laut Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht jedoch lagen die Beitragssteigerungen im PKV-Markt während der vergangenen 10 Jahre durchschnittlich zwischen 3% und 7% pro Jahr.
Während wenige private Krankenversicherungen bei einigen Tarifen bis 2014 stabile Beiträge garantieren, muss bei den meisten PKV-Anbietern mit Preissteigerungen um bis zu 40% gerechnet werden.

Durch PKV-Tarifwechsel bei der Gesellschaft bis zu 3000€ jährlich sparen! Mehr Informationen...

Gründe für Beitragsanpassungen

So vielschichtig wie die Tarife selbst sind auch die Gründe für eine Beitragsanpassung. Die häufigsten und aktuellsten sind:
1. Kostensteigerung im Gesundheitswesen. Wachsende Ärztehonorare, steigende Preise für innovative Medikamente, Behandlungsmethoden und Geräte lassen die Kosten bei den Versicherern ansteigen.
2. Demographischer Wandel. Durch die Zunahme des durchschnittlich erwarteten Lebensalters benötigen die Versicherer weitere finanzielle Mittel zum Aufbau von Altersrückstellungen. Denn die PKV muss ihre Leistungen auf vertraglicher Basis erbringen und kann nicht wie die gesetzliche Krankenkasse eine Leistungskürzung vornehmen.
3. Die wirtschaftliche Lage. Ein weiterer aktueller Grund ist die allgemeine Marktlage, die das Erwirtschaften der Zinsen schwierig macht. Diese Zinsen werden jedoch von den Versicherern benötigt, um die Gesundheitskosten ihrer Kunden zu decken. Die Senkung des Rechnungszinses Ende 2012 hat zur Folge, dass Kunden in Neuverträgen höhere Beiträge zahlen.
4. Einführung der Unisex-Tarife (gilt für Neuverträge). Mit der Einführung der Unisex-Tarife auch für die private Krankenversicherung sind Beitragsanpassungen für Neuverträge bei allen Anbietern unumgänglich. In der Folge müssen Männer eine Beitragserhöhung hinnehmen, während Frauen von einer Beitragsanpassung nach unten profitieren.
Die Beitragserhöhung kann das PKV-Unternehmen jedoch nicht willkürlich vornehmen. Vielmehr bedarf es gemäß § 12b VAG eines unabhängigen Treuhänders, welcher der Beitragsanpassung zustimmen muss. Der Treuhänder stellt fest, ob die Beitragsanpassung den Kalkulationsvorschriften des Versicherungsgesetzes entspricht.

Wer ist von den Beitragsanpassungen betroffen?

Besonders ältere Versicherungsnehmer sind von den Beitragssteigerungen in der PKV betroffen. Durch die Einführung von Unisex-Tarifen wurden zum 21.12.2012 alle Tarife für gesunde Neueinsteiger geschlossen, da sie nur noch Unisex abschließen dürfen. Für länger Versicherte heißt das, dass ihre Beiträge über kurz oder lang weiter steigen müssen.

Was tun bei steigenden Beiträgen?

Es gibt jedoch verschiedene Möglichkeiten für Versicherte, den Prämienerhöhungen zu begegnen. Eine erste Möglichkeit der Beitragsersparnis besteht darin, mit seiner Versicherungsgesellschaft einen höheren Selbstbehalt zu vereinbaren. Eine weitere Möglichkeit, die Kosten zu senken, besteht in der Einschränkung des Leistungsumfangs, zum Beispiel durch Verzicht auf Chefarztbehandlung und Einbettzimmer im Krankenhaus. Dies kann eine monatliche Beitragsersparnis von bis zu 100 EUR bewirken.
Eine Alternative zu diesen Möglichkeiten ist ein Tarifwechsel innerhalb desselben Versicherungsunternehmens. Viele Versicherer haben andere gleichwertige PKV-Tarife mit geringeren Beiträgen im Portfolio. Nach § 204 VVG hat jeder Versicherte das Recht auf einen Tarifwechsel innerhalb seiner Gesellschaft, auch ohne erneute Gesundheitsprüfung. Der Vorteil eines internen Tarifwechsels liegt im Erhalt der angesparten Altersrückstellungen sowie der erworbenen Rechte. Ist kein interner Tarifwechsel möglich, bleibt als möglicher Ausweg auch der Wechsel der Versicherungsgesellschaft. Dieser Schritt sollte jedoch gut durchdacht sein, da er mit Nachteilen und Risiken behaftet sein kann.


Tarifwechsel nach §204 VVG mit der DGFP - Deutsche Gesellschaft für Privatpatienten mbH

Die DGFP - Deutsche Gesellschaft für Privatpatienten mbH - setzt sich auf Ihren Wunsch hin intensiv mit Ihrem Krankenversicherungsschutz auseinander. Aus dem komplexen Tarifsystem Ihrer privaten KV werden unsere Experten für Ihre individuelle Situation passende Versicherungslösungen herausfiltern und analysieren.

Weitere Informationen zum Tarifwechsel mit der DGFP!

Haben Sie noch Fragen? Dann bieten wir Ihnen gern folgende Möglichketen:

Zurück