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Was ist eine Fall-Selbstbeteiligung?

Fall-Selbstbeteiligung Continentale

Ein ungewöhnliches Modell der Eigenbeteiligung hat die Continentale Krankenversicherung mit ihren Tarifen Comfort und Economy auf den Markt gebracht. Es nennt sich Fall-Selbstbeteiligung und bedeutet, dass dem Versicherten für jeden Tag eines Arztbesuches bzw. für jeden Behandlungstag im Krankenhaus ein fester Anteil vom Erstattungsbetrag abgezogen wird. Diese Fallpauschale bezieht sich auf alle drei Leistungsbereiche (ambulant, stationär und dental) und beträgt beim Tarif Economy 10 Euro und 20 Euro beim Tarif Comfort. Hinzu kommen noch 50 Euro Selbstbehalt pro Hilfsmittel.
Selbstverständlich gilt auch bei der Fall-Selbstbeteiligung die gesetzlich vorgegebene Deckelung der maximal zulässigen Selbstbeteiligung auf 5.000 € pro Kalenderjahr.

Im ambulanten und zahnärztlichen Bereich bedeutet die Fall-Selbstbeteiligung, dass der Versicherte die Fallpauschale von 20 bzw. 10 Euro für den Besuch eines Arztes übernimmt. Verschreibt dieser Arzt ein Arzneimittel, so muss sich der Versicherungsnehmer auch an der Erstattung dieses Arzneimittels beteiligen. (Diese Regelung entfällt für Arzneimittel, die als Generika bezogen werden.) Es sei auch betont, dass die Selbstbeteiligung dabei pro Arzneimittel, nicht pro Verordnung abgerechnet wird. Geht der Versicherte am selben Behandlungstag erneut zu demselben Behandler, muss er den Selbstbehalt für den Arztbesuch allerdings nicht wiederholt aufbringen.

Im stationären Bereich bezieht sich der Fall-Selbstbehalt auf den Behandlungstag im Krankenhaus und ist auf 14 Tage begrenzt. Arzneimittel und Arztvisiten sind mit der Tagespauschale (10 bzw. 20 Euro) beglichen und werden nicht zusätzlich von der Erstattung abgezogen. Ab dem 15. Tag des stationären Aufenthalts entfällt die Selbstbeteiligung.

Die fallweise Eigenbeteiligung wird derzeit nur von der Continentale Krankenversicherung angeboten. Auch Signal Iduna hatte die Fall-Selbstbeteiligung in ihrem Tarif AS100 (15,20 Euro je Fall), der jedoch auf dem PKV-Markt nicht mehr angeboten wird.
Haben Sie einen Tarif mit Fall-Selbstbeteiligung abgeschlossen, sollten Sie bei einem Arztbesuch Folgendes beachten:

1. Die Continentale unterscheidet zwischen verschreibungspflichtigen und apothekenpflichtigen Medikamenten. Grundsätzlich sind nur verschreibungspflichtige Medikamente erstattungsfähig, also lassen Sie sich von Ihrem Arzt möglichst etwas verschreiben, was Sie ohne Rezept in der Apotheke nicht erhalten können.
2. Falls Sie ein verschreibungspflichtiges Medikament verordnet bekommen, fragen Sie Ihren Arzt nach Generika, denn für diese fällt KEINE Selbstbeteiligung an.


Haben Sie noch mehr Fragen zur Fall-Selbstbeteiligung? Die DGFP - Deutsche Gesellschaft für Privatpatienten mbH - steht Ihnen mit erfahrenen Versicherungsexperten dafür jeder Zeit gern zur Verfügung.

Haben Sie noch Fragen? Dann bieten wir Ihnen gern folgende Möglichketen:

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