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PKV Selbstbeteiligung – Wie wirkt sich die Selbstbeteiligung auf den Beitrag meiner privaten Krankenversicherung aus?

Während Vertreter der gesetzlichen Krankenkasse Selbstbeteiligung im absoluten Sinn als zukünftiges Modell noch diskutieren, ist der Selbstbehalt in der privaten Krankenversicherung seit Langem etabliert.

Selbstbeteiligung PKV

Der Begriff Selbstbeteiligung bezeichnet den Anteil, den der Versicherungsnehmer im Versicherungsfall selbst zu tragen hat, entweder jährlich oder pro Behandlungsfall. Die gesetzlich vorgegebene Grenze des maximal zulässigen eigenen Anteils ist dabei auf 5.000 € im Jahr festgelegt. Da verschiedene Tarife der PKV Selbstbeteiligungen in verschiedener Form und Höhe enthalten, ist es für Sie wichtig, den Tarif mit der richtigen Selbstbeteiligung zu wählen.

In Anbetracht der vielfältigen Tariflandschaften der PKV-Anbieter gibt es auch mehrere unterschiedliche Arten von Selbstbeteiligung.
Fixe Selbstbeteiligung. Im Gegensatz zur prozentualen oder Fall-Selbstbeteiligung ist der Eigenanteil des Versicherten im Jahr an eine feste Summe gebunden. Die über diesen Betrag hinausgehenden Gesundheitskosten werden Versicherer komplett erstattet.
Prozentuale Selbstbeteiligung greift nur zu einem bestimmten Anteil an den Behandlungskosten (z.B. 20 Prozent) und nur bis zu einer fest bestimmten Höchstgrenze. Beispiel: Hat der Tarif einen Selbstbehalt von 20% bis max. 200 EUR, bekommen Sie ab sofort  80% erstattet. Sobald die maximale SB-Grenze von 200 € innerhalb des Jahres erreicht ist, werden die Kosten zu 100% übernommen.
Fall-Selbstbeteiligung bedeutet, dass der Versicherte für jeden Tag eines Arztbesuches bzw. für jeden Behandlungstag im Krankenhaus pro Behandlung und Arzneimittel einen festen Anteil vom Erstattungsbetrag übernimmt. In der Regel handelt es sich um eine Fallpauschale von 20 bzw. 10 €. Selbstverständlich gilt auch bei der Fall-Selbstbeteiligung die gesetzlich vorgegebene Deckelung der maximal zulässigen Selbstbeteiligung auf 5.000 € pro Kalenderjahr.
Selbstbeteiligung auf Arznei-, Verband-, Heil- und Hilfsmittel ist leistungsdynamisch und gilt für mindestens eine der genannten Leistungen, manchmal auch für alle vier. Oft ist diese Selbstbeteiligung prozentual und greift zu einer bestimmten Höchstgrenze.

Die Selbstbeteiligung kann sich auf alle Leistungsbereiche beziehen oder nur auf Teilbereiche. Im ersten Fall spricht man von einer kompletten Selbstbeteiligung, die oft in Kompakttarifen vorzufinden ist. Die Selbstbeteiligung in Teilbereichen liegt meistens in den sogenannten Modul- bzw. Bausteintarifen vor.

Selbstbeteiligung private Krankenversicherung: Auswirkung auf den Monatsbeitrag.

Da durch eine festgelegte Selbstbeteiligung Krankenversicherungen grundsätzlich ein geringeres Risiko tragen, sind Tarife mit Selbstbeteiligung in der Monatsprämie deutlich günstiger als entsprechende Tarife ohne den Selbstbehalt. Eine lohnenswerte Ersparnis kann somit auch beim Wechsel in Tarife mit deutlich erhöhter Selbstbeteiligung erreicht werden.

Generell ist eine hohe Selbstbeteiligung dann sinnvoll, wenn Sie voraussichtlich selten einen Arzt aufsuchen und Ihr primäres Ziel eine „Risikoabsicherung“ gegen besonders teure Behandlungen ist.
Wenn Ihre Gesundheitskosten im Rahmen der Selbstbeteiligung bleiben können Sie bei vielen privaten Krankenversicherungen sogar von Beitragsrückerstattungen profitieren, sofern Sie innerhalb eines Kalenderjahres keine Rechnungen einreichen.
Sollten Sie innerhalb eines Jahres des Öfteren in Behandlung sein, ist ein Wechsel in einen Tarif mit niedrigerer Selbstbeteiligung ratsam.

Und last but not least: Bei den Tarifen ohne oder mit niedriger Selbstbeteiligung kann es für die Versicherungsgesellschaft zu erhöhtem Verwaltungsaufwand kommen, da jede kleine Rechnung zur Erstattung eingereicht wird. Auf diese Weise entstandene Verwaltungskosten wirken sich entsprechend auf die Entwicklung der Beiträge aus. In den Tarifen mit einem höheren Selbstbehalt dagegen spart der Versicherer Verwaltungskosten, was für die Stabilität der Monatsprämien sorgt.

Beratung zum Thema „Selbstbeteiligung private Krankenversicherung“ durch die DGFP - Deutsche Gesellschaft für Privatpatienten mbH

Ob Ihre private Krankenversicherung Selbstbeteiligungen vorsieht, die sinnvoll für Ihre individuelle Situation sind, können Sie mit Unterstützung unserer von den wirtschaftlichen Interessen der Versicherer unabhängigen Fachberater überprüfen lassen.

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