Sie finden diese Informationen hilfreich? Dann weisen Sie auch Ihre Freunde und Bekannten in sozialen Netzwerken darauf hin!
Facebook

Sind Privatpatienten jederzeit willkommen?

Im Jahr 2012 gab es etwa 9 Mio. Menschen in einer privaten Krankenversicherung in Deutschland, demgegenüber stehen ca. 43 private Versicherungsgesellschaften. Daher fällt es heutzutage recht schwer, die richtige Versicherung und ein damit verbundenes Angebot für die eigene Situation zu finden. Denn jeder hat ganz eigene individuelle Wünsche, die sich nach seinen persönlichen Bedürfnissen und Ansprüchen richten.

Als Privatpatient wird eine Person bezeichnet, die Leistungen von Ärzten, Krankenhäusern oder Apotheken direkt in Rechnung gestellt bekommt. Es gibt drei Gruppen von Privatpatient. Es wird unterschieden in:

1. Selbstzahler
   
2. Personen, die über eine private Krankenversicherung versichert sind

3. Personen, die im öffentlichen Dienst beschäftigt sind und durch die Beihilfe Zuschüsse beziehen

Der größte Teil der in Deutschland lebenden Menschen sind so genannte “Kassenpatienten”, bei denen die Abrechnung der Gesundheitsleistungen über eine kassenärztliche Vereinigung erfolgt. Immer häufiger verschwimmen die Grenzen zwischen Privat- und Kassenpatient, denn viele Leistungen, wie z.B. für Zahnersatz, Sehhilfen oder für die Behandlung beim Heilpraktiker werden in den letzten Jahren nicht mehr von den Krankenkassen übernommen und müssen vom Kassenpatienten privat abgesichert werden.

Privatpatient werden in der privaten Krankenversicherung

Privatpatient kann nicht jeder heutzutage in Deutschland werden. Für diesen Status sind bestimmte gesetzliche Voraussetzungen zu erfüllen. Angestellte mit einem Arbeitsentgelt oberhalb der Versicherungspflichtgrenze von 4.350 Euro im Monat oder 52.200 Euro pro Jahr (Stand 2013) können jederzeit in eine PKV wechseln. Selbstständige, Beamte und Freiberufler können ohne Einkommensgrenze wählen, ob sie Privatpatient werden möchten. Wer allerdings wieder versicherungspflichtig wird, weil sein Einkommen unter die Pflichtgrenze sinkt, wie z.B. Menschen die arbeitslos oder einer geringfügigen Beschäftigung nachgehen, kann sich von der Versicherungspflicht befreien lassen. Wichtig ist hierbei zu beachten, wer sich einmal von der Versicherungspflicht befreien lässt, kann kaum noch zurück in die gesetzliche Krankenversicherung. Nach Vollendung des 55. Lebensjahres ist ein Wechsel von der privaten in die gesetzliche Krankenversicherung grundsätzlich ausgeschlossen.

Selbstständige und Beamte können sich abgesehen von ihrem Einkommen privat versichern. Beamte bekommen vom Staat eine Beihilfe, die einen prozentualen Anteil ihrer Krankheitskosten abdeckt. Nach den Vorschriften der Bundesbeihilfeverordnung (BBhV) in § 79 Bundesbeamtengesetz (BBG) und nach § 200 Bundesbeamtengesetz (BBG) deckt die Beihilfe für den Beamten selbst 50 Prozent, 70 Prozent für Rentner, für Ehegatten 70 Prozent und für Kinder 80 Prozent der Aufwendungen ab. Die private Krankenversicherung ist für Beamte somit die bevorzugte Wahl, um die verbleibenden Prozente an Gesundheitsaufwendungen abzudecken. Auch Studenten können sich von der Versicherungspflicht in den gesetzlichen Kassen befreien lassen, sich eine private Krankenversicherung suchen und somit Privatpatient werden. Jedoch die Entscheidung eines Wechsels ist oft nicht leicht, weil der bisher bekannte Standard der gesetzlichen Kassen plötzlich auch den Möglichkeiten der leistungsstarken privaten Krankenversicherung gegenübersteht.

Privatpatient beim Arzt

Wir kennen alle das leidige Problem einen Termin bei einem Arzt zu bekommen. Häufig wird gleich gefragt, in welcher Krankenkasse man versichert ist. Wer dann sagt, ich bin in der gesetzlichen Krankenkasse versichert, muss irre lang auf einen Termin warten. Denn viele Ärzte bevorzugen es, Privatpatienten zu behandeln, sodass diese oft schneller einen Termin bekommen, Zugang zu besseren Ärzten oder sogar bessere medizinische Behandlungen erhalten .Viele gesetzlich Versicherte bekommen so ganz schnell die Nachteile ihres Versichertenstatus zu spüren. Allerdings muss der Privatpatient beim Arzt die Kosten zunächst vorstrecken und erst nach Vorlage der Rechnung bei seiner PKV, erhält er seine Auslagen erstattet. Hingegen rechnet der Arzt bei Kassenpatienten direkt mit der Kassenärztliche Vereinigung ab.

Privatpatient beim Zahnarzt Dr. Zahn

Als Privatpatient beim Zahnarzt werden ihnen die Kosten für medizinisch zahnärztliche Behandlungen einschließlich Vorsorgeuntersuchungen zur Früherkennung von Zahn-, Mund- und Kiefererkrankungen im tariflichen Umfang erstattet.

Insbesondere bei aufwendigen zahnärztlichen Leistungen sollten Sie vor Beginn Ihrer Behandlung, Ihrer privaten Krankenkasse einen Heil- und Kostenplan von Ihrem Zahnarzt vorlegen, aus dem die geplanten Maßnahmen und die hiermit verbundenen Kosten zu ersehen sind.

Bei der zahnärztlichen Behandlung werden besonders die Leistungen für gesetzlich Versicherte Patienten immer stärker gekürzt. Es wird zum größtenteils nur ein kleiner Pauschalbetrag für die Zahnbehandlung von Ihrer Krankenkasse übernommen. Wenn Sie sich für eine qualitativ hochwertigere Lösung entscheiden, müssen sie diese Kosten meistens selbst tragen. In diesem Fall lohnt es sich eine Zahnzusatzversicherung abzuschließen, demzufolge können sie ihren eigenen Kostenanteil verringern.

Neulich beim Zahnarzt:

Im Sprechzimmer vom Dr. Zahn kramt Herr Schulze nervös in seinen Taschen. "Sie brauchen mich nicht im Voraus zu bezahlen!", sagte der Zahnarzt. "Das will ich auch nicht!" entgegnet Herr Schulze "Ich zähle nur mein Geld bevor Sie mich betäuben!"

Unterstützung für Privatpatienten von der DGFP - Deutsche Gesellschaft für Privatpatienten mbH

Verbraucher haben kaum eine Chance, die verschiedenen Versicherungen ausreichend zu vergleichen, da es einfach zu viele Angebote auf dem Markt gibt. Die DGFP - Deutsche Gesellschaft für Privatpatienten mbH - hilft Ihnen jederzeit bei der Auswahl des passenden Tarifs.

Registrieren Sie sich hier unverbindlich für eine Überprüfung!

Haben Sie noch Fragen? Dann bieten wir Ihnen gern folgende Möglichketen:

Zurück