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Ich bin Rentner. Lohnt sich für mich ein Wechsel in den Standardtarif?

Der Standardtarif ist ein gesetzlich definiertes Produkt, dessen Leistungsumfang mit dem Versicherungsschutz der gesetzlichen Krankenkassen konform sein muss und dessen Kosten an den Höchstbeitrag der gesetzlichen Krankenkassen (etwa 570 €) angepasst sind.

Der Standardtarif war von vornherein nur für eine begrenzte Kundschaft zugänglich, darunter ältere Versicherte und pensionierte Beamte. Der 1993 eingeführte Standardtarif wurde 2009 von dem Basistarif abgelöst und ist seitdem für Neukunden geschlossen. Bestandskunden jedoch können noch problemlos in den Standardtarif wechseln.

Wir raten Ihnen von einem Wechsel in den Standardtarif ab.

Obwohl der Standardtarif eingeführt wurde, um den Privatversicherten eine Beitragsentlastung im Alter zu ermöglichen, raten wir Ihnen von einem Wechsel in den Standardtarif ab. Denn gerade für ältere Versicherte, die zum Teil schwere Erkrankungen haben und auf häufige und komplexe Behandlungen angewiesen sind, empfiehlt sich ein Wechsel in den Standardtarif nicht.

Ein Wechsel in den nicht unbedingt kostengünstigeren Standardtarif geht in der Regel mit Leistungseinbußen einher. Die angesparten Altersrückstellungen wirken sich auf den Beitrag im Standardtarif in der Praxis nicht aus.
Wer im Standardtarif versichert ist, hat zudem nur eine eingeschränkte Arztwahl. Der Versicherungsschutz umfasst nur die Behandlung bei kassenärztlich zugelassenen Ärzten. Für einen Vertragsarzt ist die Behandlung eines Standardtarif Patienten unattraktiv, da er nur mit einem Multiplikator von 1,16 bis 1,8 innerhalb der GOÄ abrechnen werden darf. Vertragsärzte sind nur im Notfall (bei akuter Behandlungsbedürftigkeit) verpflichtet, einen Standardtarif Patienten zu behandeln. Die Behandlung kann vom Vertragsarzt abgelehnt werden, wenn keine akute Erkrankung vorliegt.
Es ist sehr schwierig, aus dem Standardtarif in einen höherwertigen Tarif zu wechseln. Denn ohne eine Gesundheitsprüfung ist ein solcher Wechsel nicht möglich. Und gerade bei älteren Versicherten lässt eine Gesundheitsprüfung die Beiträge durch Risikozuschläge in die Höhe schnellen oder führt gar zu einer Ablehnung durch den Versicherer.

Dennoch können Sie auch als Rentner Ihre PKV-Beiträge reduzieren, ohne dabei auf wichtige Leistungen zu verzichten. Denn viele Versicherer haben andere PKV-Tarife zu geringeren Beiträgen, aber mit vergleichbarem Versicherungsschutz im Portfolio. Nach § 204 VVG hat jeder Versicherte das Recht auf einen Tarifwechsel innerhalb seiner Gesellschaft, auch ohne erneute Gesundheitsprüfung (sofern der Zieltarif in keinem Punkt die Leistungen des bestehenden Tarifs überschreitet). Der Vorteil eines internen Tarifwechsels im Alter liegt insbesondere im Erhalt der angesparten Altersrückstellungen sowie der erworbenen Rechte.

Die DGFP - Deutsche Gesellschaft für Privatpatienten mbH - setzt sich auf Ihren Wunsch hin intensiv mit Ihrem Krankenversicherungsschutz auseinander und steht Ihnen mit Unterstützung durch professionelle und von den wirtschaftlichen Interessen der Versicherer unabhängige Berater bei einem Tarifwechsel zur Seite.


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