Bei einem Tarifwechsel droht mir die Gesellschaft mit erneuter Gesundheitsprüfung und einem Risikozuschlag. Wie kann ich darauf reagieren?

Viele Versicherer verlangen von ihren wechselwilligen Kunden erneut eine sogenannte Gesundheitsprüfung, die wiederum darüber entscheidet, wie hoch der Risikozuschlag ausfällt, den der Versicherte im Falle vorliegender Erkrankungen zahlen muss.  Dieser Zuschlag kann unter Umständen genauso groß sein wie die aus dem Tarifwechsel resultierende Ersparnis. Was die Assekuranzen dabei oft verschweigen, ist, dass der Risikozuschlag nur für eventuell hinzukommende Mehrleistungen berechnet werden kann.

Bei höherwertigem Leistungsumfang (dazu zählt auch ein geringerer Selbstbehalt) im Zieltarif wird also eine Gesundheitsprüfung notwendig. Der Kunde kann aber ablehnen und den Leistungsumfang seines Ursprungstarifs beibehalten. Beim Wegfall der Mehrleistungen sollte sich der Versicherte allerdings erkundigen, ob es sich dabei um existenzielle Behandlungen handelt, wie beispielsweise die ambulante Psychotherapie oder die Gebührenerstattung bis zum Höchstsatz der Gebührenordnung für Ärzte.

Für verzichtbar halten Experten dagegen etwa die Bezahlung eines Einbettzimmers oder die Chefarztbehandlung bei stationärer Unterbringung. Hier ließen sich also möglicherweise Kosten sparen. Wer auf diese Zusatzleistungen jedoch nicht verzichten will, kann immer noch den Aufschlag vom Zwei- auf das Einbettzimmer privat übernehmen. Selbst bei längeren Aufenthalten sehen Experten eine Ersparnis gegenüber PKV-Tarifen, die diese Leistung umfassen.  

Eine im Zieltarif geringer ausfallende Selbstbeteiligung ist ebenfalls nicht immer sinnvoll. Wenn Sie voraussichtlich selten einen Arzt aufsuchen und Ihre Gesundheitskosten im Rahmen der Selbstbeteiligung bleiben, können Sie sogar von Beitragsrückerstattungen profitieren, sofern Sie innerhalb eines Kalenderjahres keine Rechnungen einreichen. Eine höhere Selbstbeteiligung ist zu empfehlen, wenn Ihr primäres Ziel eine „Risikoabsicherung“ gegen besonders teure Behandlungen ist.
Sollten Sie innerhalb eines Jahres des Öfteren in Behandlung sein, ist ein Wechsel in einen Tarif mit niedrigerer Selbstbeteiligung ratsam.

Sprechen Sie mit uns, bevor Sie sich für einen Risikozuschlag oder einen Mehrleistungsausschluss entscheiden. Unsere von den wirtschaftlichen Interessen der Versicherer unabhängigen Experten überprüfen in Ihrem Auftrag Ihren Versicherungsschutz und suchen gemeinsam mit Ihnen nach einer für Ihren individuellen Fall optimalen Tarifalternative.


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